Sparkassenstiftung Sprockhövel unterstützt Theaterprojekt „Ja! Und Nein! und Lass das sein!

Sechzig Bewohner aus den Wohnstätten und dem ambulant betreuten Wohnen der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen haben an einem zweiteiligen Präventionsprogramm der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück zum Thema des sexuellen Missbrauchs teilgenommen. Das speziell für Menschen mit Behinderungen konzipierte Theaterstück begeisterte die Zuschauer und Zuschauerinnen.

Mit theaterpädagogischen Spiel, viel Interaktion, Musik, Humor und einfacher Sprache machten sie gemeinsam die Erfahrung, dass jeder Mensch körperliche Grenzen hat. Da die mitreißende und trotz des ernsten Themas doch witzige Darbietung sehr zielgruppenorientiert war, konnten sich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eifrig beteiligen und sich in Rollenspielen mit einbringen. Sie  fanden mit Hilfe von kurzen Theaterdarbietungen miteinander heraus, wie man sich beschützen und verteidigen kann.

Das Recht von Menschen mit Behinderungen, über ihren Körper und ihre Sexualität zu bestimmen, muss ganz besonders geschützt werden. Denn Menschen mit geistiger Behinderung oder körperlicher Behinderung werden immer noch häufig Opfer von sexuellem Missbrauch. Täterinnen und Täter nutzen bestehende Abhängigkeitsverhältnisse sowie die eigene körperliche und geistige Überlegenheit aus.

Deshalb ist es ein wichtiges Ziel der beiden Schauspieler, alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen für ihre eigenen Grenzen zu sensibilisieren, ihr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu stärken und auch konkrete Verhaltensregeln mit zu geben. Alle sollen sich zuletzt ganz sicher sein: es gibt immer Menschen, die mir helfen wollen und können!

Wir danken der Sparkassenstiftung Sprockhövel für die großzügige finanzielle Unterstützung, die dieses wichtige und großartige Projekt möglich gemacht hat!