Eine Ära geht langsam zu Ende. Das „Haus der Lebenshilfe“ im Hagener Stadtteil Rummenohl, seit 1983 ein Zuhause für bis zu 24 Menschen mit geistiger Behinderung, steht vor einer schweren, aber notwendigen Veränderung. Die verheerende Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat nicht nur das Gelände und Gebäude, sondern auch die gesamte Region nachhaltig verändert und zwingt uns als Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen zu einem verantwortungsvollen Schritt.
Ein Ort voller Erinnerungen und Geborgenheit
Fast vier Jahrzehnte lang war unsere Wohnstätte im ländlichen Hagen-Rummenohl mehr als nur ein Haus – sie war ein Familienbetrieb im besten Sinne. Engagierte und langjährige Mitarbeitende schufen eine Atmosphäre der Vertrautheit und des Miteinanders. Gemeinsam mit den Angehörigen verbinden wir unzählige schöne Erinnerungen an Heimatfeste, Blaskapellen, Chöre und das Gefühl einer echten, lebendigen Dorfgemeinschaft im Volmetal. Hier fanden unsere Bewohnerinnen und Bewohner ein individuelles, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Zuhause mit einem ganzheitlichen Betreuungskonzept. Noch 2008 wurde das Haus umfassend modernisiert, um es nahezu barrierefrei und rollstuhlgerecht zu gestalten.
Die Flut, die alles veränderte
Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat diese Idylle jäh zerstört. Die Wassermassen des Tiefdruckgebiets „Bernd“ hinterließen eine Spur der Verwüstung im Volmetal. Die Folgen für die gesamte Region sind bis heute spürbar: Die einst blühenden Dorfgemeinschaften mit ihren kleinen Geschäften, Ärzten, Apotheken und der gesamten Infrastruktur sind verschwunden. Das Volmetal wirkt heute an vielen Stellen verlassen.
Eine schwere Entscheidung für eine sichere Zukunft
Diese dramatischen Veränderungen haben uns und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vor eine schwere Entscheidung gestellt. Die Teilhabe- und Fördermöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner mit Unterstützungsbedarf sind in unserem Hause in Rummenohl perspektivisch nicht mehr gegeben. Zudem finden wir in der Region kaum noch Bewerber für offene Stellen. Nach reiflicher Überlegung und schweren Herzens haben wir daher entschieden, uns perspektivisch aus dem „Haus der Lebenshilfe“ in Hagen-Rummenohl zurückzuziehen.
Verantwortungsvolle Übergänge und neue Perspektiven
Unser oberstes Ziel ist es, den betroffenen Menschen mit geistiger Behinderung eine sichere und lebenswerte Zukunft zu bieten. Wir werden diesen Wandel verantwortungsvoll begleiten und sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird. Diese Entwicklung wird solange dauern bis, wir jedem einen Platz anbieten konnten. Freiwerdende Plätze in unseren bestehenden Wohnangeboten in Hattingen, Sprockhövel und Schwelm werden in den nächsten Jahren vorrangig den Hagener Bewohnerinnen und Bewohnern angeboten. Insbesondere für die künftigen Rentnerinnen und Rentner mit Unterstützungsbedarfen können wir in unseren Einrichtungen Ellen-Buchner-Haus und Catharina-Rehage-Haus ein modernes und passendes tagesstrukturierende Wohn- und Betreuungsangebot bereitstellen.
Gleichzeitig suchen wir aktuell nach einem Baugrundstück in Hagen, um ein neues Zuhause für das Intensiv betreute Wohnen zu errichten. Wir sind uns bewusst, dass dies aufgrund der angespannten Lage am Immobilienmarkt und hoher Baukosten nicht nur zeitlich eine große Herausforderung ist.
Gemeinsam mit Bewohnern und Angehörigen gestaltet der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsleitung unseres Vereins eine sichere und lebenswerte Zukunft. Der Klimawandel ist eine Realität, die uns alle betrifft. Wir nehmen diese Herausforderung an und gestalten den Wandel aktiv im Interesse der Menschen, die wir begleiten und unterstützen. Wir danken allen Mitarbeitenden, Angehörigen und Freunden von Herzen für ihr jahrzehntelanges Engagement, das das „Haus der Lebenshilfe“ in Hagen-Rummenohl mit Leben gefüllt hat. Der vor uns liegende Schritt ist eine notwendige und verantwortungsvolle Entscheidung für eine gesicherte Zukunft.
Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2026 von Sebastian Redwitz
Abschied und Neuanfang: Das „Haus der Lebenshilfe“ in Hagen-Rummenohl blickt in die Zukunft
Eine Ära geht langsam zu Ende. Das „Haus der Lebenshilfe“ im Hagener Stadtteil Rummenohl, seit 1983 ein Zuhause für bis zu 24 Menschen mit geistiger Behinderung, steht vor einer schweren, aber notwendigen Veränderung. Die verheerende Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat nicht nur das Gelände und Gebäude, sondern auch die gesamte Region nachhaltig verändert und zwingt uns als Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen zu einem verantwortungsvollen Schritt.
Ein Ort voller Erinnerungen und Geborgenheit
Fast vier Jahrzehnte lang war unsere Wohnstätte im ländlichen Hagen-Rummenohl mehr als nur ein Haus – sie war ein Familienbetrieb im besten Sinne. Engagierte und langjährige Mitarbeitende schufen eine Atmosphäre der Vertrautheit und des Miteinanders. Gemeinsam mit den Angehörigen verbinden wir unzählige schöne Erinnerungen an Heimatfeste, Blaskapellen, Chöre und das Gefühl einer echten, lebendigen Dorfgemeinschaft im Volmetal. Hier fanden unsere Bewohnerinnen und Bewohner ein individuelles, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Zuhause mit einem ganzheitlichen Betreuungskonzept. Noch 2008 wurde das Haus umfassend modernisiert, um es nahezu barrierefrei und rollstuhlgerecht zu gestalten.
Die Flut, die alles veränderte
Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat diese Idylle jäh zerstört. Die Wassermassen des Tiefdruckgebiets „Bernd“ hinterließen eine Spur der Verwüstung im Volmetal. Die Folgen für die gesamte Region sind bis heute spürbar: Die einst blühenden Dorfgemeinschaften mit ihren kleinen Geschäften, Ärzten, Apotheken und der gesamten Infrastruktur sind verschwunden. Das Volmetal wirkt heute an vielen Stellen verlassen.
Eine schwere Entscheidung für eine sichere Zukunft
Diese dramatischen Veränderungen haben uns und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vor eine schwere Entscheidung gestellt. Die Teilhabe- und Fördermöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner mit Unterstützungsbedarf sind in unserem Hause in Rummenohl perspektivisch nicht mehr gegeben. Zudem finden wir in der Region kaum noch Bewerber für offene Stellen. Nach reiflicher Überlegung und schweren Herzens haben wir daher entschieden, uns perspektivisch aus dem „Haus der Lebenshilfe“ in Hagen-Rummenohl zurückzuziehen.
Verantwortungsvolle Übergänge und neue Perspektiven
Unser oberstes Ziel ist es, den betroffenen Menschen mit geistiger Behinderung eine sichere und lebenswerte Zukunft zu bieten. Wir werden diesen Wandel verantwortungsvoll begleiten und sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird. Diese Entwicklung wird solange dauern bis, wir jedem einen Platz anbieten konnten. Freiwerdende Plätze in unseren bestehenden Wohnangeboten in Hattingen, Sprockhövel und Schwelm werden in den nächsten Jahren vorrangig den Hagener Bewohnerinnen und Bewohnern angeboten. Insbesondere für die künftigen Rentnerinnen und Rentner mit Unterstützungsbedarfen können wir in unseren Einrichtungen Ellen-Buchner-Haus und Catharina-Rehage-Haus ein modernes und passendes tagesstrukturierende Wohn- und Betreuungsangebot bereitstellen.
Gleichzeitig suchen wir aktuell nach einem Baugrundstück in Hagen, um ein neues Zuhause für das Intensiv betreute Wohnen zu errichten. Wir sind uns bewusst, dass dies aufgrund der angespannten Lage am Immobilienmarkt und hoher Baukosten nicht nur zeitlich eine große Herausforderung ist.
Gemeinsam mit Bewohnern und Angehörigen gestaltet der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsleitung unseres Vereins eine sichere und lebenswerte Zukunft. Der Klimawandel ist eine Realität, die uns alle betrifft. Wir nehmen diese Herausforderung an und gestalten den Wandel aktiv im Interesse der Menschen, die wir begleiten und unterstützen. Wir danken allen Mitarbeitenden, Angehörigen und Freunden von Herzen für ihr jahrzehntelanges Engagement, das das „Haus der Lebenshilfe“ in Hagen-Rummenohl mit Leben gefüllt hat. Der vor uns liegende Schritt ist eine notwendige und verantwortungsvolle Entscheidung für eine gesicherte Zukunft.
Kategorie: Allgemein, Haus der Lebenshilfe Hagen Tags: Abschied, Hagen, Haus der Lebenshilfe
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